Dr. Monika Kopplin, Direktorin des Museums für Lackkunst, mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Münster/Berlin. Dr. Monika Kopplin, Direktorin des Museums für Lackkunst, hat am Montag, 6. Oktober, aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler im Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. In der Begründung des Bundespräsidenten heißt es: „Als Ausstellungsmacherin und Wissenschaftlerin hat sie auf dem Gebiet der Lackkunst Herausragendes geleistet, das ihr auch über den Kreis von Experten hinaus hohe Anerkennung brachte. Ihre zahlreichen Publikationen sind anerkannte Belege fachspezifischer Forschungsergebnisse und haben Deutschland eine Spitzenposition in der Forschung zur Lackkunst eingebracht. Intensive Kontakte zu Japan, Russland, Polen und Frankreich unterstreichen den völkerverbindenden Aspekt des Wirkens dieser kulturellen Botschafterin unseres Landes.“
Die hohe Auszeichnung für Monika Kopplin ist deshalb so bemerkenswert, weil das Museum für Lackkunst erst vor 15 Jahren seine Pforten öffnete und einen hoch spezialisierten Kunstbereich präsentiert. Außerdem wird als Erstauszeichnung im allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Um so größer war die Freude bei der Museumsdirektorin, als sie die schriftliche Einladung zur Verleihung des Verdienstordens 1. Klasse erhielt. Ihr erster Dank galt dem Träger des Museums, der BASF Coatings AG: „Das Unternehmen engagiert sich in einer außerordentlichen und ungewöhnlichen Weise für die Kunst. Deshalb ist für mich die Auszeichnung auch eine Anerkennung für das Mäzenatentum der BASF Coatings AG.“ Gleichzeitig sehe sie in der Ehrung eine Bestätigung der Ausrichtung des Museums, über die Präsentation und den Ausbau der Sammlung hinaus auch die Forschung zur Lackkunst zu einem Eckpfeiler seiner Arbeit zu machen. „Durch unsere zahlreichen internationalen Kooperationen ist eine Fülle von Kontakten entstanden, die weit über eine fruchtbare wissenschaftliche Zusammenarbeit hinausgehen. Viele meiner Kollegen in aller Welt sind heute Freunde“, so Monika Kopplin.
Erster Gratulant war Dr. Helmut Rödder, Mitglied des Vorstands der BASF Coatings AG. Das Unternehmen mit Sitz in Münster ist alleiniger Träger des Museums für Lackkunst. Rödder sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass Frau Dr. Kopplin diese hohe Ehre zuteil wurde. Damit wird eine ganz außergewöhnliche Leistung gewürdigt. Frau Dr. Kopplin ist es gelungen, die sehr spezialisierte Lackkunst für ein großes Publikum zu öffnen. Ihrem Engagement und ihrer Begeisterung ist es zu verdanken, dass die Lackkunst inzwischen viele Bewunderer und vor allem Liebhaber in unserem Land gefunden hat.“ Außerdem, so Rödder weiter, habe die Direktorin mit zahlreichen Publikationen dazu beigetragen, das Museum als internationale Forschungsstätte mit herausragendem Ruf zu etablieren.
Die Begründung des Bundespräsidenten im Wortlaut
Dr. Monika Kopplin, Münster, Nordrhein-Westfalen
„Das von ihr geleitete Museum für Lackkunst ist die weltweit einzige Einrichtung dieser Art und genießt internationales Renommee. Als Ausstellungsmacherin und Wissenschaftlerin hat sie auf dem Gebiet der Lackkunst Herausragendes geleistet, das ihr auch über den Kreis von Experten hinaus hohe Anerkennung brachte. Mit vielbeachteten Ausstellungen machte sie der Öffentlichkeit einzigartige Exponate zugänglich. Ihre zahlreichen Publikationen sind anerkannte Belege fachspezifischer Forschungsergebnisse und haben Deutschland eine Spitzenposition in der Forschung zur Lackkunst eingebracht. Intensive Kontakte zu Japan, Russland, Polen und Frankreich unterstreichen den völkerverbindenden Aspekt des Wirkens dieser kulturellen Botschafterin unseres Landes, die zunehmend auch als Jurymitglied bedeutender Kommissionen gefragt ist.“