Die japanischen Lackmöbel der Staatlichen Münzsammlung München | 22. Mai bis 21. August 2011

Japanische Lackkunst für Bayerns Fürsten

Mehrere, schon kurz vor 1700 von Kurfürst Max Emanuel von Bayern erworbene japanische Lackkabinette bildeten den Auftakt einer Sammeltätigkeit, die aus der Vorliebe des europäischen Adels für erlesene Kostbarkeiten aus Ostasien hervorgegangen war. Neben  chinesischem Porzellan zählten hierzu vor allem japanische Lackarbeiten, die von niederländischen Händlern nach Europa eingeführt wurden. Der unter den pfälzischen Wittelsbachern erweiterte Bestand an Lackschränken sollte von 1781 an der Aufbewahrung von Münzen und Medaillen dienen. Mit seinen heute noch 22 Möbeln stellt er ein historisch bedeutendes Ensemble dar. Das Jahr 2011, in dem sich der Abschluss des ersten
Freundschafts-, Handels-, und Schifffahrtsvertrags vom 24. Januar 1861 zwischen Japan und dem Königreich Preußen zum 150. Mal jährt, bietet den aktuellen Anlass, diese kostbaren und einzigartigen Lackmöbel in einer Sonderausstellung zu präsentieren.

Die im 13. und 14. Jahrhundert vereinzelt über die Seidenstraße nach Europa gelangten chinesischen Porzellane hatten aufgrund ihrer Fremdartigkeit für Erstaunen und Bewunderung gesorgt. Sie stellten die ersten Raritäten dar, die den europäischen Residenzen exotischen Charme verliehen und schmückten fortan die Kunstkammern und Prunkkabinette der Fürsten.

Die Lackkunst, basierend auf dem Saft des ostasiatischen Lackbaumes (lat. Rhus verniciflua), war bereits in prähistorischer Zeit von China nach Japan gelangt. Im Laufe der Jahrhunderte hatte der Werkstoff Lack Menschen in Ostasien zu unterschiedlichen kunsthandwerklichen Bearbeitungstechniken inspiriert. Den japanischen Lackkünstlern gelang es im 17. Jahrhundert besonders prachtvolle Kunstwerke von beispielloser Schönheit anzufertigen. Mit meisterhaftem Geschick schufen sie mit Goldstaub unterschiedlicher Farbe und Körnung, der auf den noch feuchten, tiefschwarzen Lackgrund gestreut wurde, Tiere, Pflanzen und sogar ganze Landschaften. Es entstanden Bilder, die den Betrachter durch ihre Poesie, die effektvolle Kombination von Goldpigmenten und -flocken vor dem schwarzen Hintergrund und ihre makellos glänzenden Oberflächen in einzigartiger Weise faszinierten. Die Sammelleidenschaft aristokratischer Sammler in Europa wurde somit erneut geweckt, als im 16. Jahrhundert der fernöstliche Seehandel zunächst unter den Portugiesen begann und später unter den Holländern fortgesetzt wurde und neben größeren Lieferungen an Porzellan nun auch chinesische und japanische Lackarbeiten nach monatelanger Überfahrt europäische Häfen erreichten. Die Nachfrage nach diesen Raritäten und der Wunsch, sie zu besitzen, stieg schnell, so dass geschäftstüchtige europäische Händler begannen, Auftragsarbeiten in Japan anfertigen zu lassen, die sie in der Heimat gewinnbringend veräußern konnten.

Die meisten japanischen Lackarbeiten erwarb vermutlich der kunstaffine Wittelsbacher Kurfürst Max Emanuel von Bayern (1679-1726). Bereits in den 1690er Jahren bezog er die ersten Lackmöbel von einem Händler aus Paris. Kurfürst Max Emanuel ließ die Lackkabinette auf vergoldeten Untergestellen befestigen, um in ihrem Inneren als eine weitere ostasiatische Kostbarkeit chinesisches Porzellan zu präsentieren. Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte die Mode der Chinoiserie in Europa ihren Höhepunkt, und die fernöstlichen Luxusartikel zählten zu den erlesensten Schätzen, die der Adel jener Zeit sein Eigen nennen und zu Repräsentationszwecken verwenden konnte.

Als mit Karl Theodor ein Wittelsbacher der Pfälzer Linie die Kurfürstenwürde erlangte, wurden die Kabinettschränke einem neuen Verwendungszweck zugeführt und dienten fortan der Aufbewahrung  kostbarer Münzen und Gemmen.

In den folgenden Generationen wurde diese Sammelleidenschaft fortgeführt, so dass der Bestand an Lackmöbeln im Laufe der  Jahre zunahm, bis um 1800 alle Lackschränke in die königliche Münzsammlung überführt wurden. Dort fanden sie bis ins 20. Jahrhundert zur Aufbewahrung von Münzen Verwendung.

Die Staatliche Münzsammlung München besitzt heute mit insgesamt 21 japanischen Lackkabinetten eine der größten und schönsten Sammlungen derartiger Möbel in Europa.


 
  Impressionen der Sonderausstellung


 
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Ein Bildhauer unter den Lackkünstlern |
9. Oktober 2011 bis 22. Januar 2012

Kuroda Tatsuaki

Mit „Kuroda Tatsuaki – ein Bildhauer unter den Lackkünstlern“ setzte das Museum für Lackkunst seine 2008 aufgenommene Serie monographischer Ausstellungen fort, die es herausragenden japanischen Lackkünstlern des 20. Jahrhunderts widmet. Diese in ihrer Art und Intention noch nicht dagewesene Reihe setzt sich zum Ziel, die Aufmerksamkeit des kunstinteressierten Publikums wie der einschlägigen Fachwissenschaft auf die jüngst vergangene Epoche der japanischen Lackkunst zu lenken. 

In dem überaus vielfältigen Bild, das die japanische Lackkunst des 20. Jahrhunderts bietet, steht das Werk Kuroda Tatsuakis wie ein aus Holz geschlagener Fels. Seinen Arbeiten ist – selbst im kleinsten Format – eine starke, raumgreifende Präsenz eigen. Diese rührt daher, dass Kuroda zuerst und grundsätzlich ein Holzwerker und Holzbildhauer war. Meisterhaft verstand er zu schnitzen, meisterhaft das Holz, seinen Werkstoff, in dessen jeweils individueller Beschaffenheit aufleben zu lassen. Sein genialer Umgang mit dem Werkstoff Holz trug ihm denn auch – als erstem auf diesem Gebiet – 1970 den Ehrentitel eines ningen kokuhō, eines „Lebenden Nationalschatzes“, ein.

Kuroda (1904–1982), der dem Milieu der Kiotoer Lackhandwerker entstammte und sein ganzes Leben in Kioto verbrachte, war beim Lack nicht weniger in seinem Element. So brachte er, ohne zwischen Lack- und Holzhandwerk zu unterscheiden, die Schönheit der jeweiligen Holzmaserung erst durch das mit Finesse angewandte Verfahren der Klarlackpolitur voll zur Entfaltung. Auch das raden, die Ein- und Auflage von Perlmutter, wusste er zu bislang nicht gekannter Wirkung einzusetzen. Vor allem in seinen ganzflächigen Auflagen aus blau-grün schillerndem oder weißlich schimmerndem Perlmutter zeigt er sich von koreanischen Vorbildern inspiriert, die er seit den dreißiger Jahren intensiv studierte. In dieser Hinwendung zur koreanischen Kultur befand er sich in Gesellschaft anderer wegweisender Anhänger der Volkskunstbewegung Mingei, die sich zu einer großen Strömung im japanischen Kunsthandwerk entwickelt hatte. In seinen monochrom rot gefassten Objekten von dynamischer, raumgreifender Spiralform verbinden sich bildhauerische Kraft und subtile Oberflächenbehandlung zu sinnlich-schönen Lackarbeiten von skulpturalem Charakter.

In der japanischen Lackkunst des 20. Jahrhunderts, die von historischen Brüchen ebenso gezeichnet war wie von internen Grabenkämpfen zwischen der Tradition verpflichteten Bewahrern der Technik und sich frei entfaltenden Individualisten, hat Kuroda es verstanden, mit technisch meisterhaften Werken seinen individuellen Weg zu gehen. Die hohe Anerkennung, die ihm schon zu Lebzeiten zuteil wurde, trug ihm Aufträge des Kaiserhauses, des Filmregisseurs Kurosawa Akira, des Schriftstellers Kawabata Yasunari und anderer Größen der damaligen kulturellen Elite Japans ein.

Die Ausstellung, die bedeutende Arbeiten aus dem Besitz Kurosawas und Kawabatas einschließt, wurde ausschließlich mit Exponaten aus Japan bestückt: Leihgaben aus fünf Museen, darunter die beiden Nationalmuseen für moderne Kunst in Tokio und Kioto, der Kawabata Foundation sowie aus dreizehn weiteren privaten Sammlungen. Sie ist Teil des offiziellen Programms des Deutsch-Japanischen Jahrs 2011.


 
  Impressionen der Sonderausstellung


 
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Islamische Lackkunst in deutschen Museen
und Bibliotheken | 22. März bis 21. Juni 2009

Aus 1001 Nacht

Erstmalig wird im Rahmen dieser Ausstellung eine so noch nie zuvor präsentierte Auswahl an Exponaten aus dem islamischen Kulturkreis, die bedeutendsten ihrer Gattung, zu einem repräsentativen Überblick zusammengefasst. Da alle Kunstwerke aus dem Besitz deutscher Museen und Bibliotheken rekrutiert wurden, wird diese Ausstellung zugleich zu einer Bestandsaufnahme islamischer Lackkunst in Deutschland.

Diverse namhafte Leihgeber, zu denen sechzehn deutsche Museen sowie drei Bibliotheken zählen, haben mit hochrangigen Exponaten zur Verwirklichung und zum Rang der Ausstellung beigetragen. Die im Museum für Lackkunst beheimatete permanente Sammlung des Hauses leistet ebenfalls einen beträchtlichen Beitrag zur Vervollständigung des bemerkenswerten Spektrums islamischer Kunst. 

Die Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen vom 15. bis in das frühe 20. Jahrhundert. Zu den frühesten Exponaten der Ausstellung zählt ein kostbarer Bucheinband aus dem Besitz des Museums für Islamische Kunst Berlin, der in das ausgehende 15. Jahrhundert datiert wird.

Im Gegensatz zu der aus Ostasien stammenden Lackkunst basiert die künstlerische Gestaltung der islamischen Kunstwerke nicht auf dem Werkstoff Lack. Lack wurde im islamischen Kulturraum seit Jahrhunderten als Überzug für Arbeiten aus Holz, Leder und Papiermaché eingesetzt. Als wasserresistenter Film schützte er die in empfindlicher Aquarell- und Gouachemalerei sowie die in kostbarem Gold aufgebrachten Dekore. Indem er ihnen zugleich Glanz und Glätte verlieh und die Leuchtkraft der Farben erhöhte, trug er gleichzeitig wesentlich zur Ästhetik und Schönheit der Objekte bei.

Ursprung dieses Kunstzweigs, der sich vor allem in Persien, in Kaschmir und Nordindien, aber auch im Osmanischen Reich entfaltet hat,  war die an den persischen Höfen blühende Buchkunst, die seit dem 15. Jahrhundert mit Lack verzierte Bucheinbände einschloss. Stilelemente und Einflüsse der europäischen Kunst lassen sich in der islamischen Kunst bereits seit dem 16. Jahrhundert nachweisen. Sie sind auf intensive Handelsbeziehungen, aber auch auf die Impulse Reisender und christlicher Missionare zurückzuführen. So, wie Kunst und Literatur des Orients eine geheimnisvolle und andersartige Welt für Europäer darstellten, übte Europa eine große Faszination auf die asiatischen Kulturen aus.

Die auf Islamische Kunstgeschichte spezialisierte Ausstellungs-kuratorin Dr. Reingard Neumann beschreibt eines der zentralen und zweifelsohne poetischsten Motive der persischen Lackmalerei wie folgt: „Rose und Nachtigall, persisch gul-u-bulbul, sind seit Jahrhunderten vor allem im iranischen Raum Synonym für die wahre uneigennützige Liebe. Der Tag geht zu Ende, und die in die Rose verliebte Nachtigall sieht, wie ihre Geliebte zusehends erbleicht und dahinzuwelken beginnt. Um ihren Tod zu verhindern, bietet die Nachtigall der Rose an, einen ihrer Dornen in ihre Brust zu stechen, so daß sie durch das Blut der Nachtigall wieder zu Kräften kommen könne. Die Nachtigall begleitet diesen für sie zugleich schmerzhaften wie lustvollen Prozeß die ganze Nacht hindurch mit ihren schönsten Liedern. Am Morgen reckt sich die Rose erfrischt und voll neuer Kraft der Sonne entgegen, die Nachtigall aber sinkt tot zu Boden. Das Motiv von Rose und Nachtigall steht somit für die bedingungslose, aufopferungsvolle, auch den Tod in Kauf nehmende Liebe […..].“

Ziel dieser Ausstellung ist es, anhand ausgewählter Beispiele einen Einblick in die gestalterische und technologische Vielfalt der islamischen Lackmalerei sowie das handwerkliche Können und die künstlerische Gestaltungskraft ihrer Schöpfer zu geben. Dem heutigen Betrachter sollen Schönheit und Poesie, aber auch die unverkennbaren stilistischen Eigenarten dieser Arbeiten vermittelt werden.


 
  Impressionen der Sonderausstellung


 
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Eine deutsche Privatsammlung |
30. Mai bis 29. August 2010

Chinesische Lackkunst

Die Ausstellung Chinesische Lackkunst - Eine deutsche Privatsammlung, die das Museum für Lackkunst vom 30. Mai bis 29. August 2010 in seinen Sonderausstellungsräumen präsentiert, gewährt Einblick in die vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert. Vornehmlich geschnitzte und mit Perlmutter eingelegte Arbeiten vermitteln mit ihrer reichen Symbolsprache und ihrem tiefen Bedeutungsgehalt dem Besucher Eindrücke der spezifisch chinesischen, vielfach aus dem literarischen Erbe schöpfenden Vorstellungswelt.

Das Sammlerehepaar, das dem Museum für Lackkunst seit seiner Gründung eng verbunden ist, widmet sich seit vielen Jahren dem kontinuierlichen Aufbau seiner Sammlung, die insbesondere durch einen reichen Bestand an frühen, überaus seltenen Schnitzlacken der Song- und Yuan-Dynastie (1279-1368) gekennzeichnet ist.
 

  Impressionen der Ausstellung

 

 
Sonderausstellung | 6. Mai bis 12. August 2012

Urushi – Japanlack als Werkstoff europäischer Künstler

Das europäische Lackhandwerk hat, verglichen mit der Geschichte des Lacks in China, Korea und Japan eine recht junge, aber doch charakteristische Vergangenheit. Selbst in der heutigen Zeit widmen sich Künstler diesem von Geduld und Mühsal geprägten Handwerk. Unter ihnen sind einige wenige, die dafür auf den aus Ostasien stammenden Naturrohstoff urushi – einen harzigen Baumsaft, der aus dem Lackbaum gewonnen wird – zurückgreifen.

Sechs Künstler aus Spanien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland haben ihre Kunstwerke im Rahmen dieser Ausstellung präsentiert. Sie zeigten ein breites Spektrum an Möglichkeiten im Umgang mit dem Werkstoff urushi: skulpturale Gefäße, Vasen, Wandpaneele und Schmuck bis hin zu lackverzierten Tierknöcheln waren aus ihrem Gesamtrepertoire zu sehen.


 
  Impressionen Urushi


 
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Archiv


 
/de/langerock_chinesischer_lack

Bernard Langerock
Das Auge der Objekte

Fotografien und Formen in chinesischem Lack – 12. November bis 18. Februar 2018.

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buhl_buss_lackkunst

Ulrike Buhl. Skulpturen. Margit Buß. Malerei.
12.09. bis 22.10.2017

Beide Künstlerinnen arbeiten auf ihrem jeweiligen Gebiet mit Lack. Die Begleitausstellung fand neben der Reihe Musik im Museum statt.

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/de/diplomarbeiten

Diplomarbeiten
04.05. bis 20.08.2017

Paris, St. Petersburg, Hangzhou, Kanton, Tokio. Diese Ausstellung ist die erste, die sich mit internationaler Beteiligung der akademischen Ausbildung im Studiengang „Lackkunst“ widmet, die nur an sehr wenigen Kunsthochschulen weltweit überhaupt möglich ist.

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/de/exportlacke

Japanischer Exportlack in deutschen Sammlungen. 10. April bis 3. Juli 2016

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/de/koreanischelackkunst

Positionen der zeitgenössischen koreanischen Lackkunst

25. Oktober 2015 bis 7. Februar 2016

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/de/dagly

Gérard Dagly
19.04.2015 bis 26.07.2015

Gérard Dagly 1660 bis 1715 und die Berliner Hofwerkstatt

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/de/dammar

Ulrich Moskopp. Dammar
04.09.2014 bis 11.01.2015

Das Schaffen von Ulrich Moskopp (*1961) umfasst die verschiedensten Werkgruppen, die ein gemeinsames Grundanliegen vereint: die Verschmelzung von Licht und Körper durch Konzeptkunst im Gewand subjektiver Malerei.

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/de/ikeda_iwao

Ikeda Iwao. Bambus und Lack
23.03.2014 bis 27.07.2014

Die erste Einzelausstellung des in seiner japanischen Heimat renommierten Lackkünstlers Ikeda Iwao in Europa präsentiert neuere, zum Teil eigens für diese Schau gefertigte Arbeiten aus Bambus und Lack.

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/de/vernis_martin

Vernis Martin – französischer Lack im 18. Jahrhundert
13.10.2013 bis 12.01.2014

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Name Vernis Martin gleichsam ein Synonym für französische Lackkunst.

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/de/russische_lacke_sonderausstellung

Russische Lacke
17.04.2013 bis 14.07.2013

Eine Veranstaltung des Museums für Lackkunst zum Deutsch-Russischen / Russisch-Deutschen Kulturjahr.

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/de/korea_sonderausstellung

Die Lackkunst Koreas
28.10.2012 bis 27.01.2013

Kunsthandwerkliche Perfektion, Verwendung außergewöhnlicher Materialien sowie eine ganz spezielle, unverwechselbare Ästhetik.

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/de/urushi

Sonderausstellung Urushi
06.05. bis 12.08.2012

Auch in der heutigen Zeit gibt es einige wenige Lackkünstler, die auf den aus Ostasien stammenden natürlichen Rohstoff urushi zurückgreifen – sechs von ihnen widmete sich die Sonderausstellung.

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/de/kuroda_tatsuaki

Kuroda Tatsuaki
09.10.2011 bis 22.01.2012

Mit „Kuroda Tatsuaki – ein Bildhauer unter den Lackkünstlern“ setzt das Museum für Lackkunst seine 2008 aufgenommene Serie monographischer Ausstellungen fort, die es herausragenden japanischen Lackkünstlern des 20. Jahrhunderts widmet.

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/de/japanische_lackkunst_bayern

Japanische Lackkunst für Bayerns Fürsten
22.05. bis 21.08.2011

Mehrere, schon kurz vor 1700 von Kurfürst Max Emanuel von Bayern erworbene japanische Lackkabinette bildeten den Auftakt einer Sammeltätigkeit, die aus der Vorliebe des europäischen Adels für erlesene Kostbarkeiten aus Ostasien hervorgegangen war.

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/de/schule_von_palech

Die Schule von Palech
17.10.2010 bis 13.02.2011

Unter dem Titel "Die Schule von Palech 1923 – 1950" zeigt das Museum für Lackkunst eine Sonderausstellung, die die Erfolgsgeschichte dieser faszinierenden russischen Lackkunst nachvollziehbar macht.

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/de/chinesische_lackunst#overlay-context=de/chinesische_lackkunst

Chinesische Lackkunst
30.05. bis 29.08.2010

Die Ausstellung Chinesische Lackkunst - Eine deutsche Privatsammlung – gewährte Einblick in die vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert.

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/de/ebena

EBENA
08.11.2009 bis 17.01.2010

Die thematische Verbindung zwischen dem auf eine sehr spezielle und feine Kunstform – die Lackkunst – ausgerichteten Museum für Lackkunst und einer Ausstellung über Kopalartikel aus der Zeit des Art déco erschließt sich nicht unmittelbar.

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/de/1001_nacht

Aus 1001 Nacht
22.03. bis 21.06.2009

Im Rahmen dieser Ausstellung wurde eine so noch nie zuvor präsentierte Auswahl an Exponaten aus dem islamischen Kulturkreis, die bedeutendsten ihrer Gattung, zu einem repräsentativen Überblick zusammengefasst.

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/de/gegenwart_trifft_vergangenheit

Prinzip Monochrom
08.01. bis 08.03.2009

Was geschieht, wenn Gegenwart auf Vergangenheit trifft? Oder, um es genau zu sagen: wenn zeitgenössische Werke, wie die des Kölner Künstlers Günter Umberg, Jahrhunderte alten Lack-Objekten begegnen?

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Französischer Lack im 18. Jahrhundert
13.10.2013 bis 12.01.2014

Vernis Martin – französischer Lack
im 18. Jahrhundert

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Name Vernis Martin gleichsam ein Synonym für französische Lackkunst. Zum Gattungsbegriff avanciert, steht er für die Lackdekore kostbaren Mobiliars und repräsentativer Kutschen, vor allem aber auch kleinformatiger Bijouterien, die aus den Pariser Werkstätten der vier Brüder Martin und ihrer Söhne hervorgingen. Ihre Tätigkeit – und die ihrer zahlreichen Nachahmer – setzte um 1720 ein und endete mit Ausbruch der Französischen Revolution. Vernis Martin gehörte zum Feinsten einer überbordenden Produktion von Luxusgütern im ausklingenden Ancien Régime.

Erstmalig widmet sich eine umfassende Ausstellung dem Wirken der Martins und ihrer Bedeutung für die weitere Entwicklung der europäischen Lackkunst. Berühmt für ihre täuschende Nachahmung der bewunderten ostasiatischen Lackarbeiten, wandten sie sich seit den vierziger Jahren zunehmend von den fernöstlichen Vorbildern ab, leiteten eine Erweiterung des Farbspektrums ein und entwickelten unter dem Einfluss der Goldschmiedekunst völlig neue Ziertechniken. In der Hinwendung zu den Motiven der zeitgenössischen französischen Kunst vollendete sich die von den Martins begründete Emanzipation vom asiatischen Modell. Doch erst die Härte und Transparenz des nach ihrem patentierten Verfahren hergestellten Lacks ermöglichten die außergewöhnliche Vielfalt und Qualität ihrer Arbeiten, das von ihnen im kleinen Format eingesetzte Papiermaché die Herstellung vielgestaltig formbarer und  schwebend leichter Lackbijoux.

Zahlreiche öffentliche wie private Sammlungen in Frankreich, Deutschland, England und den skandinavischen Ländern tragen mit ihren Leihgaben zu diesem Panoptikum französischen Kunstschaffens aus dessen Blütezeit im 18. Jahrhundert bei. Die Ausstellung entsteht in Kooperation des Museums für Lackkunst mit dem Musée des arts décoratifs in Paris.

 
  Impressionen der Ausstellung Vernis Martin


 
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Ausblick 2013 | 17. April bis 14. Juli 2013

Die russische Sammlung

In den vergangenen zwanzig Jahren seit seinem Bestehen hat das Museum für Lackkunst einen kleinen vorhandenen Bestand zu der außerhalb Russlands vermutlich bedeutendsten Sammlung russischer Lackkunst erweitert. Mit ihren heute 203 Objekten, die eine Foto- und eine technologische Sammlung einschließen, vermag sie die Entwicklung vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1940 lückenlos zu dokumentieren.

Die russische Lackkunst geht auf Peter den Großen zurück, der diesen blühenden Kunst- und Gewerbezweig auf seinen Studienreisen ins westliche Europa kennengelernt hatte. Mit dem 1722 vollendeten Lackkabinett seines Lustschlösschens Monplaisir entstand das erste bedeutende Werk dieser Gattung im Zarenreich. Ein zweiter maßgeblicher Impuls erfolgte mit der nach dem Vorbild der Braunschweiger Unternehmung Stobwasser 1793 bei Moskau gegründeten Manufaktur Korobow, bekannter unter dem Namen des späteren Eigentümers Lukutin. Auf die technologische und künstlerische Ausrichtung nach dem deutschen Modell setzte seit den 1820er Jahren eine zunehmend eigenständig russische Entwicklung ein, die zunächst in eigenen Ziertechniken, später auch in spezifisch russischen Motiven Ausdruck fand. Während das westeuropäische Lackgewerbe unter dem Druck der Industrialisierung verschwand, erlebte die russische Lackkunst das ganze 19. Jahrhundert über eine Phase anhaltender Blüte und Innovation. Erst die politischen Verwerfungen des frühen 20. Jahrhunderts setzten ihr ein vorläufiges Ende.

Anders in dem alten Zentrum der Ikonenmalerei Palech, wo die Oktoberrevolution von 1917 den abrupten Niedergang der Ikonenmalerei und – seit 1924 – die Neuausrichtung auf das Medium der Lackmalerei bewirkten. Die Schule von Palech steht seitdem für die Entwicklung eines Elemente der Ikonentradition fortführenden Stils, der sich in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens mit Motiven der Sozialismus- und Kriegspropaganda zu einzigartiger Ausdruckskraft verband.

 
  Impressionen der russischen Sammlung


 
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Sonderausstellung vom

Urushi

 

Lackkunst heute

Auch in unseren Tagen widmen sich Künstler dem von Geduld und Akkuratesse geprägten Handwerk der Lackkunst. Unter ihnen sind weltweit einige wenige, die dafür auf den aus Ostasien stammenden natürlichen Rohstoff urushi – einen harzigen Baumsaft, der aus dem Lackbaum gewonnen wird – zurückgreifen.

Das Museum für Lackkunst hat es sich zum Ziel gesetzt, mit seinen Sonderausstellungen Einzelaspekte sowohl der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst zu vertiefen, und bietet in diesem Rahmen Künstlern der Gegenwart immer wieder eine Plattform zur Präsentation ihrer Werke.

Zuletzt widmete sich die Sonderausstellung Urushi. Japanlack als Werkstoff europäischer Künstler, 6. Mai bis 12. August 2012, den Arbeiten von sechs europäischen Lackkünstlern.
Details finden Sie hier:


 
Websites zeitgenössischer Lackkünstler

  Salome Lippuner

  Heri Gahbler – Urushi-Lackkunst

  Man­fred Schmid – Urushi

  Olga Aloy

  LAC: Laqueurs Associés pour la Création

  Martine Rey

  Ogura, Norihiko

  Johann Nußbächer

  Emmerique

 

 

 

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