Eine deutsche Privatsammlung |
30. Mai bis 29. August 2010

Chinesische Lackkunst

Die Ausstellung Chinesische Lackkunst - Eine deutsche Privatsammlung, die das Museum für Lackkunst vom 30. Mai bis 29. August 2010 in seinen Sonderausstellungsräumen präsentiert, gewährt Einblick in die vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert. Vornehmlich geschnitzte und mit Perlmutter eingelegte Arbeiten vermitteln mit ihrer reichen Symbolsprache und ihrem tiefen Bedeutungsgehalt dem Besucher Eindrücke der spezifisch chinesischen, vielfach aus dem literarischen Erbe schöpfenden Vorstellungswelt.

Das Sammlerehepaar, das dem Museum für Lackkunst seit seiner Gründung eng verbunden ist, widmet sich seit vielen Jahren dem kontinuierlichen Aufbau seiner Sammlung, die insbesondere durch einen reichen Bestand an frühen, überaus seltenen Schnitzlacken der Song- und Yuan-Dynastie (1279-1368) gekennzeichnet ist.
 

  Impressionen der Ausstellung

 

 
Sonderausstellung | 6. Mai bis 12. August 2012

Urushi – Japanlack als Werkstoff europäischer Künstler

Das europäische Lackhandwerk hat, verglichen mit der Geschichte des Lacks in China, Korea und Japan eine recht junge, aber doch charakteristische Vergangenheit. Selbst in der heutigen Zeit widmen sich Künstler diesem von Geduld und Mühsal geprägten Handwerk. Unter ihnen sind einige wenige, die dafür auf den aus Ostasien stammenden Naturrohstoff urushi – einen harzigen Baumsaft, der aus dem Lackbaum gewonnen wird – zurückgreifen.

Sechs Künstler aus Spanien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland haben ihre Kunstwerke im Rahmen dieser Ausstellung präsentiert. Sie zeigten ein breites Spektrum an Möglichkeiten im Umgang mit dem Werkstoff urushi: skulpturale Gefäße, Vasen, Wandpaneele und Schmuck bis hin zu lackverzierten Tierknöcheln waren aus ihrem Gesamtrepertoire zu sehen.


 
  Impressionen Urushi


 
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Archiv


 
buhl_buss_lackkunst

Ulrike Buhl. Skulpturen. Margit Buß. Malerei.
12.09. bis 22.10.2017

Beide Künstlerinnen arbeiten auf ihrem jeweiligen Gebiet mit Lack. Die Begleitausstellung fand neben der Reihe Musik im Museum statt.

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/de/diplomarbeiten

Diplomarbeiten
04.05. bis 20.08.2017

Paris, St. Petersburg, Hangzhou, Kanton, Tokio. Diese Ausstellung ist die erste, die sich mit internationaler Beteiligung der akademischen Ausbildung im Studiengang „Lackkunst“ widmet, die nur an sehr wenigen Kunsthochschulen weltweit überhaupt möglich ist.

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/de/exportlacke

Japanischer Exportlack in deutschen Sammlungen. 10. April bis 3. Juli 2016

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/de/koreanischelackkunst

Positionen der zeitgenössischen koreanischen Lackkunst

25. Oktober 2015 bis 7. Februar 2016

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/de/dagly

Gérard Dagly
19.04.2015 bis 26.07.2015

Gérard Dagly 1660 bis 1715 und die Berliner Hofwerkstatt

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/de/dammar

Ulrich Moskopp. Dammar
04.09.2014 bis 11.01.2015

Das Schaffen von Ulrich Moskopp (*1961) umfasst die verschiedensten Werkgruppen, die ein gemeinsames Grundanliegen vereint: die Verschmelzung von Licht und Körper durch Konzeptkunst im Gewand subjektiver Malerei.

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/de/ikeda_iwao

Ikeda Iwao. Bambus und Lack
23.03.2014 bis 27.07.2014

Die erste Einzelausstellung des in seiner japanischen Heimat renommierten Lackkünstlers Ikeda Iwao in Europa präsentiert neuere, zum Teil eigens für diese Schau gefertigte Arbeiten aus Bambus und Lack.

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/de/vernis_martin

Vernis Martin – französischer Lack im 18. Jahrhundert
13.10.2013 bis 12.01.2014

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Name Vernis Martin gleichsam ein Synonym für französische Lackkunst.

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/de/russische_lacke_sonderausstellung

Russische Lacke
17.04.2013 bis 14.07.2013

Eine Veranstaltung des Museums für Lackkunst zum Deutsch-Russischen / Russisch-Deutschen Kulturjahr.

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/de/korea_sonderausstellung

Die Lackkunst Koreas
28.10.2012 bis 27.01.2013

Kunsthandwerkliche Perfektion, Verwendung außergewöhnlicher Materialien sowie eine ganz spezielle, unverwechselbare Ästhetik.

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/de/urushi

Sonderausstellung Urushi
06.05. bis 12.08.2012

Auch in der heutigen Zeit gibt es einige wenige Lackkünstler, die auf den aus Ostasien stammenden natürlichen Rohstoff urushi zurückgreifen – sechs von ihnen widmete sich die Sonderausstellung.

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/de/kuroda_tatsuaki

Kuroda Tatsuaki
09.10.2011 bis 22.01.2012

Mit „Kuroda Tatsuaki – ein Bildhauer unter den Lackkünstlern“ setzt das Museum für Lackkunst seine 2008 aufgenommene Serie monographischer Ausstellungen fort, die es herausragenden japanischen Lackkünstlern des 20. Jahrhunderts widmet.

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/de/japanische_lackkunst_bayern

Japanische Lackkunst für Bayerns Fürsten
22.05. bis 21.08.2011

Mehrere, schon kurz vor 1700 von Kurfürst Max Emanuel von Bayern erworbene japanische Lackkabinette bildeten den Auftakt einer Sammeltätigkeit, die aus der Vorliebe des europäischen Adels für erlesene Kostbarkeiten aus Ostasien hervorgegangen war.

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/de/schule_von_palech

Die Schule von Palech
17.10.2010 bis 13.02.2011

Unter dem Titel "Die Schule von Palech 1923 – 1950" zeigt das Museum für Lackkunst eine Sonderausstellung, die die Erfolgsgeschichte dieser faszinierenden russischen Lackkunst nachvollziehbar macht.

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/de/chinesische_lackunst#overlay-context=de/chinesische_lackkunst

Chinesische Lackkunst
30.05. bis 29.08.2010

Die Ausstellung Chinesische Lackkunst - Eine deutsche Privatsammlung – gewährte Einblick in die vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert.

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/de/ebena

EBENA
08.11.2009 bis 17.01.2010

Die thematische Verbindung zwischen dem auf eine sehr spezielle und feine Kunstform – die Lackkunst – ausgerichteten Museum für Lackkunst und einer Ausstellung über Kopalartikel aus der Zeit des Art déco erschließt sich nicht unmittelbar.

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/de/1001_nacht

Aus 1001 Nacht
22.03. bis 21.06.2009

Im Rahmen dieser Ausstellung wurde eine so noch nie zuvor präsentierte Auswahl an Exponaten aus dem islamischen Kulturkreis, die bedeutendsten ihrer Gattung, zu einem repräsentativen Überblick zusammengefasst.

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/de/gegenwart_trifft_vergangenheit

Prinzip Monochrom
08.01. bis 08.03.2009

Was geschieht, wenn Gegenwart auf Vergangenheit trifft? Oder, um es genau zu sagen: wenn zeitgenössische Werke, wie die des Kölner Künstlers Günter Umberg, Jahrhunderte alten Lack-Objekten begegnen?

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Französischer Lack im 18. Jahrhundert
13.10.2013 bis 12.01.2014

Vernis Martin – französischer Lack
im 18. Jahrhundert

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Name Vernis Martin gleichsam ein Synonym für französische Lackkunst. Zum Gattungsbegriff avanciert, steht er für die Lackdekore kostbaren Mobiliars und repräsentativer Kutschen, vor allem aber auch kleinformatiger Bijouterien, die aus den Pariser Werkstätten der vier Brüder Martin und ihrer Söhne hervorgingen. Ihre Tätigkeit – und die ihrer zahlreichen Nachahmer – setzte um 1720 ein und endete mit Ausbruch der Französischen Revolution. Vernis Martin gehörte zum Feinsten einer überbordenden Produktion von Luxusgütern im ausklingenden Ancien Régime.

Erstmalig widmet sich eine umfassende Ausstellung dem Wirken der Martins und ihrer Bedeutung für die weitere Entwicklung der europäischen Lackkunst. Berühmt für ihre täuschende Nachahmung der bewunderten ostasiatischen Lackarbeiten, wandten sie sich seit den vierziger Jahren zunehmend von den fernöstlichen Vorbildern ab, leiteten eine Erweiterung des Farbspektrums ein und entwickelten unter dem Einfluss der Goldschmiedekunst völlig neue Ziertechniken. In der Hinwendung zu den Motiven der zeitgenössischen französischen Kunst vollendete sich die von den Martins begründete Emanzipation vom asiatischen Modell. Doch erst die Härte und Transparenz des nach ihrem patentierten Verfahren hergestellten Lacks ermöglichten die außergewöhnliche Vielfalt und Qualität ihrer Arbeiten, das von ihnen im kleinen Format eingesetzte Papiermaché die Herstellung vielgestaltig formbarer und  schwebend leichter Lackbijoux.

Zahlreiche öffentliche wie private Sammlungen in Frankreich, Deutschland, England und den skandinavischen Ländern tragen mit ihren Leihgaben zu diesem Panoptikum französischen Kunstschaffens aus dessen Blütezeit im 18. Jahrhundert bei. Die Ausstellung entsteht in Kooperation des Museums für Lackkunst mit dem Musée des arts décoratifs in Paris.

 
  Impressionen der Ausstellung Vernis Martin


 
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Ausblick 2013 | 17. April bis 14. Juli 2013

Die russische Sammlung

In den vergangenen zwanzig Jahren seit seinem Bestehen hat das Museum für Lackkunst einen kleinen vorhandenen Bestand zu der außerhalb Russlands vermutlich bedeutendsten Sammlung russischer Lackkunst erweitert. Mit ihren heute 203 Objekten, die eine Foto- und eine technologische Sammlung einschließen, vermag sie die Entwicklung vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1940 lückenlos zu dokumentieren.

Die russische Lackkunst geht auf Peter den Großen zurück, der diesen blühenden Kunst- und Gewerbezweig auf seinen Studienreisen ins westliche Europa kennengelernt hatte. Mit dem 1722 vollendeten Lackkabinett seines Lustschlösschens Monplaisir entstand das erste bedeutende Werk dieser Gattung im Zarenreich. Ein zweiter maßgeblicher Impuls erfolgte mit der nach dem Vorbild der Braunschweiger Unternehmung Stobwasser 1793 bei Moskau gegründeten Manufaktur Korobow, bekannter unter dem Namen des späteren Eigentümers Lukutin. Auf die technologische und künstlerische Ausrichtung nach dem deutschen Modell setzte seit den 1820er Jahren eine zunehmend eigenständig russische Entwicklung ein, die zunächst in eigenen Ziertechniken, später auch in spezifisch russischen Motiven Ausdruck fand. Während das westeuropäische Lackgewerbe unter dem Druck der Industrialisierung verschwand, erlebte die russische Lackkunst das ganze 19. Jahrhundert über eine Phase anhaltender Blüte und Innovation. Erst die politischen Verwerfungen des frühen 20. Jahrhunderts setzten ihr ein vorläufiges Ende.

Anders in dem alten Zentrum der Ikonenmalerei Palech, wo die Oktoberrevolution von 1917 den abrupten Niedergang der Ikonenmalerei und – seit 1924 – die Neuausrichtung auf das Medium der Lackmalerei bewirkten. Die Schule von Palech steht seitdem für die Entwicklung eines Elemente der Ikonentradition fortführenden Stils, der sich in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens mit Motiven der Sozialismus- und Kriegspropaganda zu einzigartiger Ausdruckskraft verband.

 
  Impressionen der russischen Sammlung


 
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Sonderausstellung vom

Urushi

 

Lackkunst heute

Auch in unseren Tagen widmen sich Künstler dem von Geduld und Akkuratesse geprägten Handwerk der Lackkunst. Unter ihnen sind weltweit einige wenige, die dafür auf den aus Ostasien stammenden natürlichen Rohstoff urushi – einen harzigen Baumsaft, der aus dem Lackbaum gewonnen wird – zurückgreifen.

Das Museum für Lackkunst hat es sich zum Ziel gesetzt, mit seinen Sonderausstellungen Einzelaspekte sowohl der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst zu vertiefen, und bietet in diesem Rahmen Künstlern der Gegenwart immer wieder eine Plattform zur Präsentation ihrer Werke.

Zuletzt widmete sich die Sonderausstellung Urushi. Japanlack als Werkstoff europäischer Künstler, 6. Mai bis 12. August 2012, den Arbeiten von sechs europäischen Lackkünstlern.
Details finden Sie hier:


 
Websites zeitgenössischer Lackkünstler

  Salome Lippuner

  Heri Gahbler – Urushi-Lackkunst

  Man­fred Schmid – Urushi

  Olga Aloy

  LAC: Laqueurs Associés pour la Création

  Martine Rey

  Ogura, Norihiko

  Johann Nußbächer

  Emmerique

 

 

 

Einführung in die Lackgewinnung

Lack – bei diesem Material denken viele vermutlich zuerst an den nächsten Baumarkt. Lack wie der, den man zur Herstellung der Objekte des Museums für Lackkunst verwendet hat, wird in China jedoch schon seit mehreren tausend Jahren verarbeitet. Er ist die Grundlage für Artefakte von faszinierender Schönheit, die von bemerkenswertem kunsthandwerklichen Können zeugen. Zugleich ist er die Inspirationsquelle unserer modernen Industrieprodukte.

Gewonnen wird dieser Lack aus dem Lackbaum, einem unscheinbaren, der Esche verwandten Laubbaum, der in Asien beheimatet ist. Das Baumharz wird durch das Einkerben der Rinde mit scharfkantigen Werkzeugen, die bis heute nahezu unverändert aussehen, geerntet. Die hierfür verwendeten Messer besitzen U-förmige Schneiden, mit denen man entsprechend breite, nicht zu tiefe Rillen in die Baumrinde ritzt. Mit einem Metallspatel wird der hervorquellende, milchig-weiße Lacksaft in das Auffangbehältnis geschabt.

Nur etwa 200 g Rohlack erhält man so pro Baum, und überdies kann von jedem Baum nur in einem einzigen Jahr geerntet werden. Dann heißt es warten, bis der neue Spross, der aus der Wurzel eines gefällten Lackbaumes wächst, das richtige Erntealter erreicht hat. Das liegt bei zehn bis zwölf Jahren – eine sehr zeit- und kostenintensive Angelegenheit also.

Der milchig-weiße Lacksaft wird durch Filtrieren gesäubert, erhitzt und stundenlang gerührt, um ihm Wasser zu entziehen und alle Bestandteile gleichmäßig miteinander zu vermischen. Der so veredelte – oder „raffinierte“ – Lack haftet perfekt und lässt sich gut färben.

Traditionell wird er in den Farben Rot oder Schwarz gefärbt, was nicht zuletzt daran liegt, dass durch die Giftigkeit des Lacks in rohem Zustand nur wenige Pigmente darin bestehen können. Die natürliche Farbe des getrockneten Lacks ist ein dunkles Braun, das beim Aushärten durch die Reaktion mit dem Luftsauerstoff entsteht, dann allerdings keine Deckkraft hat, sondern bräunlich transparent wirkt und den Blick auf die darunter liegenden Materialien freigibt.

 
Zu den Sammlungen

China/Korea

Japan

Europa

Islam

 

Kontakt

Allgemeine Besucherinformationen erhalten Sie hier.
Sonst stehen wir Ihnen gerne unter den folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:
 

 

Museum für Lackkunst
Windthorststraße 26
48143 Münster | Deutschland 
Telefon: +49.251.41851-0
Telefax: +49.251.41851-20

 

Julia Kroker
Leiterin Marketing und Kommunikation
Telefon +49.2501.143233
  julia.kroker@basf.com

 

Georg Schomacher
Sekretariat und Führungsvergabe
Telefon: +49.251.41851-0
 georg.schomacher@partners.basf.com

 

Der Freundeskreis des Museums für Lackkunst e.V.

Begeisterte Anhänger der Lackkunst gründeten im Sommer 2005 den Freundeskreis des Museums für Lackkunst e.V.

Ziel des Freundeskreises ist es, für den Fortbestand des Museums für Lackkunst einzutreten und die Erweiterung von Sammlung und Bibliothek finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus fördert der Kreis um „Die drei Freunde“ einzelne Forschungsprojekte und Fachpublikationen und bekennt sich zu der langfristigen Aufgabe, den Bestand auf steigendem Niveau zu sichern.

Weitere Details zum Freundeskreis des Museums für Lackkunst finden Sie unten.

 
Freundeskreis des Museums
für Lackkunst e.V.

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